Reverse Harem

- Autor: Jessica Hall
- Status: Laufend
- Altersfreigabe: 18+
- 👁 42.2K
- ⭐ 7.5
Als ich ein Kind war, erzählte mir meine Oma immer Geschichten. Damals habe ich mir darüber nie viele Gedanken gemacht. Ich dachte, es wären eben nur das … Geschichten. Als ich älter wurde, wurde mir bald klar, dass es sich nicht um hochfliegende Fantasien und Märchen handelte, sondern um Erinnerungen an ihre Vergangenheit, Erinnerungen an unsere Vorfahren, bevor unsere Welt den Bach runterging. Weißt du, was aus Legenden stammt – egal, wie übertrieben die Geschichte auch werden mag –, da steckt immer ein Funken Wahrheit drin. Man muss nur die Fiktion von den Tatsachen trennen. Meine Großmutter erzählte mir immer Geschichten vom Auserwählten – demjenigen, der uns alle retten würde. Als ich jünger war, glaubte ich, dass das, was sie sagte, wahr war. Irgendwann würde jemand geboren werden, genau wie es das Orakel vorausgesagt hatte – jemand, der unsere Seelen retten und uns wieder mit unserer Magie verbinden könnte. Als ich erwachsen wurde und sah, wie sich die Welt um mich herum entwickelte, glaubte ich nicht mehr an Erlösung. Der Auserwählte schien eher ein Gebet als Realität zu sein. Ein Traum, von dem wir verzweifelt hofften, dass er wahr werden würde. Etwas, in dem wir Hoffnung finden mussten, wenn keine mehr da war. Als unsere Vorfahren uns den Rücken zukehrten, wie sollten wir da noch an diese sogenannte Erlösung glauben? Vor allem, da wir seit dem Großen Krieg nichts als Tod und Gemetzel erlebt hatten. Nichts außer Schmerz und Armut. Früher glaubte ich an die Geschichten und betete für den geheimnisvollen Auserwählten, der unsere Welt vom Bösen befreien würde. Jetzt jedoch sehe ich, was es wirklich ist: nur ein Traum der Hoffnung. Ein unerreichbares Märchen. Eine Geschichte, um Hoffnung zu wecken. Hoffnung ist gefährlich; sie lässt einen glauben, dass alles besser wird. Ich hörte auf, an der Hoffnung festzuhalten, als ich am eigenen Leib erlebte, dass sie nichts als Herzschmerz verursachte.
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- Autor: Nyssa K
- Status: Laufend
- Altersfreigabe: 18+
- 👁 18K
- ⭐ 7.5
„Wessen Berührung hat dich heute Nacht nach mehr schreien lassen?“ Luciens Stimme klang wie ein leises Knurren, als er meinen Kiefer packte und mich zwang, ihm in die Augen zu sehen. „Deine“, flüsterte ich mit zitternder Stimme. „Alpha, bitte –“ Silas’ Hände legten sich fester um meine Hüften, als er mich näher zu sich zog, seine Worte klangen rau an meinem Rücken. „Lügnerin. Sie hat vor mir gezittert.“ „Sollen wir sie dazu bringen, es zu beweisen?“, murmelte Claude, sein Atem brannte heiß an meinem Hals. „Lass sie betteln, bis sie sich daran erinnert, wem sie gehört.“ Ich zitterte, gefangen zwischen ihnen, ihre Schatten und ihre Hitze drängten von allen Seiten auf mich ein. Alles, was ich tun konnte, war zu atmen: „Ja … hört nicht auf.“ Und das taten sie nicht. Als könnten sie es gar nicht. Als gehörte ich ihnen, allen dreien. --- Lilith glaubte einst an Treue. An Liebe. An ihr Rudel. Doch alles wurde ihr entrissen. Ihr Vater – der verstorbene Beta von Fangspire – starb. Ihre Mutter, gebrochen vor Kummer, trank Wolfskraut und wachte nie wieder auf. Und ihr Freund? Er fand seine Gefährtin und ließ Lilith zurück, ohne sich noch einmal nach ihr umzusehen. Wolfslos und allein, mit Schulden, die sie zu ertränken drohten, tritt Lilith dem Ritus bei – einem Ritual, bei dem sich Frauen den verfluchten Alphas im Austausch gegen Gold hingeben. Lucien. Silas. Claude. Drei skrupellose Alphas, verflucht von der Mondgöttin. Wenn sie ihre Gefährtin nicht vor ihrem sechsundzwanzigsten Lebensjahr markieren, werden ihre Wölfe sie vernichten. Lilith sollte eigentlich nur ein Mittel zum Zweck sein. Doch in dem Moment, als sie sie berührten, änderte sich etwas. Jetzt wollen sie sie – beanspruchen, markieren, verehren. Und je mehr sie von ihr nehmen, desto mehr sehnen sie sich nach ihr. Drei Alphas. Ein wolfsloses Mädchen. Kein Schicksal. Nur Besessenheit. Und je mehr sie von ihr kosten, desto schwerer fällt es ihnen, sie loszulassen.
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